Route 66 wird 100 Jahre alt. Happy Birthday!

23. September 20265 Min. LesezeitHeike
Vor dem historischen Roy's Motel Cafe auf der Route 66

Route 66 wird hundert, und ich weiß noch genau, wie es sich angefühlt hat

Manche Straßen sind einfach mehr als nur ein Weg von A nach B. Die Route 66 gehört für mich definitiv dazu. 2026 wird sie hundert Jahre alt, und ich muss zugeben, seit ich das gelesen hab, geistert die Straße wieder ständig in meinem Kopf rum.

Als wir selbst auf der Route unterwegs waren

2024 sind mein Mann und ich mit dem Motorrad durch den amerikanischen Südwesten getourt. Los Angeles, Palm Springs, Laughlin, Grand Canyon, Bryce Canyon, Monument Valley, Las Vegas, und dazwischen immer wieder ein Stück echte Route 66. Zwei Helme, zwei Packtaschen, und jeden Morgen die Frage, was uns dieser Tag wohl zeigen wird.

Los Angeles war für uns eher der laute Auftakt, viel Verkehr, viel Sonne, und dieses typische Kribbeln, endlich angekommen zu sein. Richtig ruhig wurde es dann in Palm Springs, mit den Bergen im Hintergrund und diesem trockenen Wüstenlicht, das alles irgendwie golden aussehen lässt. In Laughlin haben wir zum ersten Mal richtig gespürt, wie weit und leer diese Gegend sein kann, kaum jemand unterwegs, nur wir, das Motorrad und die Straße.

Und dann Kingman in Arizona. Genau dort sind wir auf ein Stück der echten alten Route 66 eingebogen, und ich weiß noch, wie ich sofort gemerkt hab, das hier ist anders als jeder andere Highway, den wir bisher gefahren sind. Diese Mischung aus Weite, verlassenen Tankstellen, schrägen Neonschildern und Diners, in denen die Zeit irgendwie stehen geblieben ist, hat mich total gepackt.

Am Grand Canyon standen wir dann fassungslos am Rand und haben uns beide gefragt, warum wir sowas nicht viel öfter machen. Bryce Canyon mit seinen roten Felsformationen hat uns danach nochmal ganz anders überrascht, fast schon wie eine andere Welt. Monument Valley kennt man ja aus unzähligen Filmen, aber live davor zu stehen, mit dem Motorrad mitten in dieser Kulisse, das ist nochmal was ganz anderes. Und Las Vegas zum Schluss war dann der krasse Kontrast, von der Stille der Wüste direkt in dieses Lichtermeer.

Genau solche Momente sind übrigens auch der Grund, warum ich heute als Online Reiseberaterin arbeite. Ich will genau diese Art von Reisen an meine Kunden weitergeben, mit echten Geschichten und Insidertipps, nicht nur Kataloge durchblättern.

Eine Straße mit richtig viel Geschichte

Am 11. November 1926 wurde die Route 66 offiziell eröffnet, fast 4000 Kilometer lang, von Chicago bis Santa Monica, quer durch acht Bundesstaaten. Für viele Amerikaner war sie über Jahrzehnte das Sinnbild für Freiheit, Aufbruch und den großen amerikanischen Roadtrip.

Heute sind längst nicht mehr alle Abschnitte befahrbar, viele wurden von Highways abgelöst. Genau das macht sie für mich aber auch so besonders. Wer die Route 66 fährt, begibt sich auf eine echte Zeitreise, das hab ich selbst so erlebt.

Was mich dabei am meisten fasziniert: Die Route 66 war nie nur eine Verbindung zwischen zwei Städten. In den 1930er Jahren war sie für viele Familien die Fluchtroute aus der Dust Bowl Region Richtung Kalifornien, auf der Suche nach einem neuen Anfang. Später wurde sie zur Bühne für den amerikanischen Traum auf Rädern, Familien im Kombi, junge Leute auf dem Motorrad, alle mit demselben Ziel, den Westen zu entdecken. Diese Geschichte spürt man an jeder Ecke, an jedem alten Schild, an jedem Diner, der noch genauso aussieht wie vor fünfzig Jahren.

Warum ausgerechnet 2026 das richtige Jahr ist

Entlang der ganzen Strecke wird schon jetzt gefeiert. Die Bundesstaaten haben sich für das Jubiläumsjahr richtig viel einfallen lassen: Festivals, Oldtimer Paraden, Kunstausstellungen und historische Touren ziehen sich durchs ganze Jahr. Sogar eine eigene Kommission wurde vom amerikanischen Kongress eingerichtet, um die Feierlichkeiten in allen acht Bundesstaaten zu koordinieren.

Entlang der Strecke stehen inzwischen fast fünf Meter hohe Denkmäler mit LED Beleuchtung und QR Codes, die die Geschichte des jeweiligen Ortes erzählen. Der offizielle nationale Auftakt findet am 30. April 2026 in Springfield, Missouri statt. Und am 11. November 2026, also genau hundert Jahre nach der Eröffnung, feiert die ganze Route ihren großen Ehrentag.

So ein Jubiläum kommt kein zweites Mal. Wer sich diesen Roadtrip schon lange wünscht, für den ist 2026 wirklich das perfekte Jahr dafür.

Mein Tipp für dich

Du musst nicht gleich die ganze Strecke fahren, um dieses besondere Jahr mitzuerleben. Schon ein Teilabschnitt, so wie wir ihn 2024 gefahren sind, gibt dir einen echten Eindruck von dieser legendären Straße. Manche kombinieren nur ein paar Tage Route 66 mit einer größeren Rundreise durch den Südwesten, andere nehmen sich extra drei oder vier Wochen Zeit, um wirklich jede Kurve mitzunehmen. Beides funktioniert wunderbar, es kommt einfach darauf an, wie viel Zeit und Lust du mitbringst.

Auch die Jahreszeit spielt eine Rolle. Frühling und Herbst sind meist angenehmer als der heiße Sommer, gerade wenn es durch die Wüstenabschnitte in Arizona oder New Mexico geht. Und wer wie wir mit dem Motorrad unterwegs sein will, sollte auf jeden Fall genug Puffer für spontane Stopps einplanen, denn die schönsten Momente ergeben sich oft genau dann, wenn man eigentlich weiterfahren wollte.

Und genau dafür gibt es mich. Als mobiler Reiseberater aus Ulm plane ich mit dir Reisen, die sich wirklich nach dir anfühlen, egal ob mit dem Motorrad, dem Mietwagen oder ganz klassisch. Du brauchst dafür kein Reisebüro Ulm vor Ort besuchen, wir sprechen einfach online, wann es für dich passt, und ich kümmere mich um den Rest.

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Warst du schon mal auf der Route 66 unterwegs, oder steht sie auf deiner Liste? Ich bin gespannt, was du mir erzählst.

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